Von Pully nach Ireland

À l’AMAV, on aime sortir et découvrir. Le 26 mai dernier, un petit groupe de passionnés d’art s’est déplacé à Pully pour découvrir l’exposition « Hodler et le Léman ». Le périple s’est prolongé ensuite jusqu’à Lausanne, dans le cabinet de l’artiste contemporain Robert Ireland. En photos et en allemand, Angela Werlen, artiste et membre de l’AMAV, raconte.

Ausflug ins Museum von Pully ©Angela Werlen

I

Als wir im niedlichen Dorfkern von Pully ankamen, war ich erstaunt, wie schön es in diesem mir völlig unbekannten Örtchen ist. Kleine Häuschen und herzige Läden warten auf dem Weg zum Museum. Wir waren etwas früh dran, weshalb wir im Café einen Halt machten und uns beeindruckt zeigten von einem Gourmet in unseren Reihen, der die fantastische Idee hatte, mit einem Himbeer-Macaron in den Tag zu starten.

 

Auf dem Weg durch Pully © Angela Werlen

 

Das Museum von Pully © Angela Werlen

II

Hodler war mir schon bekannt. Er war mir schon etliche Male begegnet und mochte ich ihn? Naja, um ehrlich zu sein, nicht wirklich. Immer diese Seen und das Abendrot, die expressiven Farben und immer dieser Kitsch, diese Sterbenden und all das Getue um die Geliebten, das scheinbar jedem Maler innewohnt. Worauf ich mich deshalb eingestellt habe: Maéva Besse stellt mir die Hodlerwerke vor, ich höre zu und finde ihn immer noch wenig interessant. Was mich wirklich passiert ist: Ich habe tatsächlich eine neue Seite Hodlers entdeckt, welche zudem so geschickt vermittelt wurde, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt habe – ich staune. Wie ist das denn passiert? Ich, die ich bei Führungen stets abschweife und mich mit meinem Skizzenbuch absetze. Ich, die ich mit einem Ohr zuhöre und mit beiden Augen alles andere wahrnehme, als das, worauf sich mein Blick richten sollte. Ich, die ich dachte, schon genug über Hodler zu wissen, um ihn wenig aufregend zu finden, wurde überrumpelt von so viel Kompetenz, Wortgewandtheit und pädagogischem Können.

 

Blick auf den Léman vom Museum © Angela Werlen

III

Hodler war allein – er verlor seine Eltern und seine 5 Geschwister schon sehr früh. Da entschloss er sich, sich zu Fuss von Thun Richtung Genf aufzumachen. Eine lange, einsame Wanderschaft, die mit einem Blick auf den Lac Léman belohnt wurde. Ein Bann, dem sich Hodler nie mehr entziehen konnte. Die Hälfte seiner Seelandschaften widmete er dem Genfersee. Das Museum von Pully – übrigens eines der einzigen Museen, von dem aus man den Léman sehen kann – zeigt damit nicht nur eine Rückschau auf Hodlers Léman, sondern auch eine aktuelle Sicht, welche heute leider grau, kühl und wenig atemberaubend ist.

Holder erkannte die parallelen Linien in der Landschaft, setzte sie gleich mit dem Tod, unterbrach diesen Parallelismus aber immer wieder durch vertikale Linien. Rhythmen gleich durchziehen sie die Landschaft und setzen wichtige Akkorde, durchbrechen den Tod mit Leben und Vitalität. Dieses Spiel mit Symmetrien, universalen Prinzipien und parallelen Landschaftsstrichen ist das, was ich im Grunde kannte und doch erst erkennen musste. Und dann kamen die Schwäne… Hodler, der Schwäne malt… Das hatte ich noch nie gesehen… Wobei „gemalt“ schon beinahe übertrieben ist. Es ist eine Ansammlung von wilden Strichen, roh, manchmal detailliert, jeder anders, immer individuell, mit Charakter – wie die Schwäne eben sind. Die Schwäne werden mit dem Pinsel gleichzeitig kon- und dekonstruiert. Sie sind in einem fabelhaften Schwebezustand zwischen Sein und Schein. Zum Glück gab’s im Museumsshop eine Postkarte davon zu kaufen, sonst hätte ich mich noch über die Vorschriften hinwegsetzen und ein Foto machen müssen.

 

Hodlers Schwäne © Angela Werlen

IV

Mit dem Bus reisten wir nach Lausanne weiter, wo wir uns im Atelier von Robert Ireland einfanden. Ich kannte ihn noch nicht persönlich. In meiner Zeit im Stiftungsrat der ECAV hätten wir uns zweimal treffen sollen – einmal war er krank und einmal ich. Umso gespannter war ich nun, diesem Künstler zu begegnen, dessen Name wilde Kühnheit und unendliche Weiten verspricht. Natürlich merkt man sofort, dass Ireland auch Lehrer ist. Er kann sein Werk in Worte fassen, uns mit Worten fesseln – das ist bei Gott nicht allen Künstlern gegeben ist. Seine Ideen erzählen von Zerstören, Zwischenräumen, Zeichnen. Aber auch von Malen, mehreren Schichten, möglichen Kartierungen und der Magie des Zufalls. Die Zeit vergeht denn auch wie im Flug, wenn man so viel Neues hört, eintauchen kann in das Werk von anderen und auftaucht mit einem Bündel neuer Ideen.

 

Robert Irlande erzählt © Angela Werlen

 

 

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